Werte weitergeben – in Schule und Wirtschaft

Schule für Demokratie, Alexandra Leibfried, Politische Bildung, Stuttgart

Kurz vor den Sommerferien ging es für mich wieder einmal in die Schule. In einem Stuttgarter Gymnasium habe ich mit Neuntklässler:innen über die Bedeutung von Erinnerungskultur gesprochen. Nicht als Pflichtprogramm, sondern als Einladung zum Nachdenken: Was hat das mit mir zu tun? Eine Frage, die nicht nur Jugendliche betrifft. Menschen aller Generationen fragen sich, warum Holocaust-Gedenken noch zeitgemäß ist bzw. ob es überhaupt notwendig ist für unsere Gesellschaft.

Wir sprachen über Orte wie das ehemalige Konzentrationslager Dachau oder das Dokumentationszentrum Grafeneck, die zu Lernorten geworden sind. Es ging darum, zu verstehen, warum diese Gedenkstätten heute wichtiger sind denn je. Und warum es ein großes Privileg ist, in einer Demokratie aufzuwachsen.

Einige der Jugendlichen dürfen am 8. März 2026 zum ersten Mal bei der Landtagswahl ihre Stimme abgeben. In Baden-Württemberg ist das bereits ab 16 Jahren möglich. Ein Recht, das man anders wertschätzt, wenn man versteht, was es bedeutet, wenn demokratische Grundwerte schon einmal zerstört worden sind in diesem Land – systematisch, gezielt, brutal.

Politische Bildung ist Zukunftsgestaltung, auch für Unternehmen

Als junge Journalistin habe ich mit Überlebenden von Konzentrationslagern gesprochen, ihre Geschichten aufgeschrieben und veröffentlicht. Heute kann ich ihre Stimmen weitertragen. Nicht nur in Schulen, sondern auch in Unternehmen.

Erinnerungskultur ist als aktiver Beitrag zur Gestaltung unserer Gesellschaft zu verstehen – und damit übrigens auch relevant für unsere Arbeitswelt. Unternehmen, die heute gesellschaftliche Verantwortung ernst nehmen, investieren in politische Bildung. Weil sie wissen: Demokratische Werte sind nicht nur Grundlage für Freiheit, sondern auch für wirtschaftlichen Wohlstand. Vorreiter an dieser Stelle sind ist der Touristikkonzern TUI oder die Drogeriemarktkette Rossmann.

Was Formate politischer Bildung leisten können

Ich empfinde es als sinnstiftende unternehmerische Aufgabe, Räume für politische Bildung zu schaffen – in Klassenzimmern wie in Meetingräumen:

💬 Weil sie Fragen ermöglichen, auch unbequeme.
🧭 Weil sie helfen, Haltung zu entwickeln, gerade in komplexen Zeiten.
🤝 Weil unsere freiheitliche Gesellschaft davon lebt, dass wir mitdenken, mitfühlen und mitgestalten.

Demokratie braucht überall aktive Beteiligung

Unsere Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Sie lebt davon, dass wir sie im Alltag verteidigen, beispielsweise durch Aufmerksamkeit im öffentlichen Raum, durch Gespräche, durch Engagement. Sowohl in Schulen, als auch in Teams oder Führungsetagen.

Die Bereitschaft, sich mit Geschichte auseinanderzusetzen, ist ein Zeichen von Stärke sowie ein Motor für eine resiliente, mitgestaltende Klassengemeinschaft sowie Unternehmenskultur.

Interessiert an einer Zusammenarbeit? Hier findet Ihr/finden Sie mehr Informationen zu Impulsen und Workshop-Konzepten.


Sie wünschen eine individuelle Zusammenarbeit und eine gemeinsame Ausarbeitung auf Sie zugeschnittener Formate?

    Kommunikation mit Haltung
    Alexandra Leibfried 

    Newsletter

      Copyright: © 2025 alexandra-leibfried.com